MBSR: „Der Kurs hat mein Leben verändert!“

Oliver Bechmann und MBSR-Begründer Jon Kabat-Zinn

Das Weltwirtschaftsforum in Davos ist eine Elite-Veranstaltung von Managern & Politikern, Wirtschafts- & Staatenlenkern, und auch von Vordenkern und Visionären. Also solcher muss auch Jon Kabat-Zinn gelten, denn vor mehr als 30 Jahren kam er auf die Idee, buddhistische Meditations- und Heilmethoden aus ihrem religiösen Kontext zu befreien und der säkularen, diesseitig orientierten Welt zugänglich zu machen.

Zu Beginn der “Stress Reduction Clinic” an der Medical School der University of Massachusetts  fragte des MIT-Forscher Kabat-Zinn – von Haus aus Molekularbiologe – seine ärztlichen Kollegen der verschiedenen Fachbereiche, was eigentlich mit all den Patienten geschehe, die an einer schweren Erkrankung litten, die aber als unheilbar oder “geheilt” mit chronischen Schmerzen entlassen wurden. Nichts, lautete die Antwort. Sie würden mit ihrem Zustand, an dem sich nichts mehr ändern werde, allein gelassen.

Achtsamkeit in Davos hilft gestressten Managern

Wenn sich an einem Schmerz nichts ändern lässt, besteht Heilung darin, sich mit diesem Zustand zu versöhnen. So entstand das Programm der Mindfulness Based Stress Reduction. Schon lange ist es allen Menschen zugänglich, und seine Wirksamkeit, mit Leben & Leiden – heutzutage sagt man: Stress – besser umzugehen, ist durch viele Studien auch nach Kriterien westlicher Wissenschaft erwiesen. Und es richtet sich längst nicht mehr an Schwerkranke, sondern an Gestresste jedweder Form.

Menschen wie du und ich. Oder auch Elite-Manager. So hat beim Weltwirtschaftsforum eine FAZ-Journalistin an den frühmorgendlichen Meditations-Angeboten des Meisters persönlich teilgenommen und darüber in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung geschrieben. Titel: Stressabbau: Wenn Manager meditieren. Karat-Zinn wird darin als “Meditation-Guru” beschrieben – so wird er sich selbst wohl nicht sehen. Die Journalistin schreibt aber korrekt:

Kabat-Zinn hat die Achtsamkeitsbewegung einst in Amerika begründet. Seit 36 Jahren leitet der promovierte Molekularbiologe Meditationskurse, er hat eine Klinik und ein Achtsamkeitszentrum aufgebaut. Dort wird Kranken und Ausgebrannten geholfen, chronische Schmerzen zu ertragen, Krebs zu bekämpfen, Stress und Burnout zu vermeiden. Auf der ganzen Welt lernen Millionen von Menschen nach der von ihm entwickelten Methode, der Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR).

Kabat-Zinn brachte moderne westliche Hirnforschung und traditionelle Meditationsmethoden zusammen. Dabei geht es nicht bloß um Entspannung, sondern um eine Verbesserung der Lebensqualität schlechthin. MBSR geht über Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung hinaus. Und so schreibt die FAZ-Journalistin aus Davos:

Arianna Huffington ist dabei, die Gründerin der „Huffington Post“, die vor sieben Jahren nach einem Burnout-Zusammenbruch zu Kabat-Zinns Achtsamkeitslehre fand. Sie schwärmt: „Das hat mein Leben verändert.“ 

Tatsächlich kann ein MBSR-Kurs lebensverändernd wirken. Zumindest einige der Teilnehmer meiner MBSR-Achtwochenkurse – keine Manager, sondern Menschen wie du und ich, aber durchaus mit Herausforderungen in Berufs- & Familienleben – haben später solches berichtet.


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