Hypnose, IFS und Achtsamkeit: Wege zur Verhaltensänderung

Die moderne wissenschaftliche Hirnforschung hat nachgewiesen, dass es bei länger anhaltenden Gefühlszuständen zu einer Neuordnung der dafür zuständigen Nervenzellenverbindungen im Gehirn kommt. Kurz gefasst: Das Gehirn baut sich um.

Das heißt, das Gehirn reagiert zum Beispiel auf unsere Sorgen und Ängste, auf Glücksgefühle und Euphorie – also auf alle unsere Gefühle und Überzeugungen. Wenn wir also beginnen, anders zu denken, zu fühlen oder wahrzunehmen, und zu neuen Überzeugungen kommen, entsteht mit Hilfe unseres Gehirns eine andere, neue Wahrnehmung, so wie ein anderer Bauplan in unserem Körper.

Unser Leben kann sich also ändern – wenn wir es wollen. Aber wie bekommt man das hin?

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Digitale Achtsamkeitstrainings: Hilfe durch virtuelle Kommunikation

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Felix Baumgartner? Das war doch der österreichische Extremsportler, der 2012 aus der Stratosphäre auf die Erde herabsprang, um als menschliche Rakete die Schallmauer zu durchbrechen… Der ehemalige Fallschirmjäger und Nahkampf-Ausbilder war als routinierter Basejumper von Bergen und Hochhäusern gesprungen. Er machte aber während der Vorbereitung zum Stratosphärensturz aus 39 Kilometern Höhe eine überraschende Erfahrung: In seinem ungefügen Spezialanzug fühlte “Fearless Felix” Panik aufkommen – er bekam buchstäblich keine Luft mehr.

Aber Baumgartner lernte, nervöse und ängstliche innere Zustände durch Atem- und Achtsamkeitsübungen in den Griff zu kriegen. Dererlei Meditations-Techniken haben ihre Wirksamkeit bei Extrem- und Spitzensportlern vielfach gezeigt. Sogar das US-amerikanische Militär verwendet sie zur Vor- und Nachbereitung von extremen Stress- und Angst-Situationen.

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Therapeutische Hilfe für Männer: Ein Weg zur emotionalen Stärke

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Männer leiden unter Depressionen und Angststörungen, kämpfen mit Suizidgedanken – und doch suchen weit weniger einen Therapeuten auf als Frauen. Männer spielen schwierige Gefühls- und Gemütslagen lieber herunter und harren lange aus, bevor sie sich ihren seelischen Nöten widmen. Das hat nicht nur Folgen für sie selbst, sondern auch für ihre Nächsten. Egal, ob in Familie, Freundschaftskreis oder Firma.  

Dass harte Männer nicht weinen, wird schon kleinen Jungs eingetrichtert; eigene Probleme werden heruntergeschluckt und verschwiegen. Von Männern wird traditionell erwartet, dass sie sich Problemen stellen und sie lösen – emotionale Verletzlichkeit gilt als Schwäche und Schande.  

Unbeherrschbare Komplexität der modernen Welt

Männer lernen, im Laufe ihres Aufwachsens ihre emotionale Befindlichkeit zu unterdrücken; was so weit geht, noch nicht einmal einen bekümmerten Gesichtsausdruck zu zeigen. Mit der Folge, im späteren Leben als Erwachsener sich seiner Gefühle noch nicht einmal bewusst zu werden, geschweige denn, sie in Worte fassen zu können. Lieber sitzt man mit Kumpels zusammen und leert einen Kasten Bier.  

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Ohne Bereitschaft zur Veränderung geht es nicht

Die Praxis der Achtsamkeit ist in den vergangenen Jahren zunehmend bekannt und populär geworden. Ihre Wirksamkeit gilt als gut erforscht und wird auch von der Schulmedizin anerkannt. Achtsamkeit ist mit dem englischsprachigen Begriff MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction) verknüpft – also “Stressbewältigung durch Achtsamkeit”.

Mittlerweile gibt es wohl kein bekanntes deutsches Medium mehr, das nicht Artikel zur Achtsamkeitspraxis publiziert hat. Dabei wird allerdings nicht selten der Eindruck erweckt, Achtsamkeit wäre eine Art Rundumlösung, mit dem man Beruf, Familie, Erfolg, Glück, Geld etc. unter einen Hut bringen kann. Wie bei allem Wichtigen, geht es aber nicht ohne etwas Initiative und Investition – und die Bereitschaft, etwas an seinen bisherigen Verhaltens- und Vorgehensweisen zu ändern. Oder gar die persönlichen Prioritäten zu überdenken.

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Grundhaltungen der Achtsamkeitspraxis leben

MBSR-Evaluation
MBSR-Evaluation

Achtsamkeit nach dem MBSR-Programm ist ein seit 30 Jahren erprobtes und wissenschaftlich evaluiertes Verfahren, mit dem unvermeidlichen Stress und Schmerz im Leben besser umgehen zu lernen. Entwickelt wurde das „Mindfulness-Based-Stress-Reduction“-Training von Jon Kabat-Zinn, einem Verhaltensmediziner und Molekularbiologen. Das Verfahren vereint Ansätze aus Hirnforschung und Neurowissenschaft, Psychologie und Pädagogik genauso wie traditionelle meditative und kontemplative Techniken aus verschiedenen Kulturkreisen.

In Achtwochenkursen lernen die Teilnehmer mit Hilfe eines straffen Curriculums, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Aus der Exoten-Ecke ist MBSR längst herausgetreten. Schon lange üben etwa in den USA Mitarbeiter von Firmen wie Google und Apple sich in den Elementen des Programms. Nach den acht Wochen klagen viele Teilnehmer weniger über psychosomatische Symptome; selbst sehr kranke Menschen können mit MBSR lernen, wieder neue Kraft zu schöpfen.

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Mit Achtsamkeit gegen jede Form von Stress

Stress und wie man damit umgeht – da hilft im Alltag in Beruf und Familie Achtsamkeit in Form des MBSR-Programms.

Stress ist ursprünglich ein Begriff aus der Werkstoffkunde und wurde später in die Psychologie übernommen. Stress im Job oder Verlust des Arbeitsplatzes, Beziehung gescheitert oder Ärger mit dem Nachwuchs, eine lebensbedrohliche Krankheit – das  kann jede und jeden treffen. Manche Menschen zerbrechen an Schicksalsschlägen, werden drogen-, alkohol- oder medikamentenabhängig, verfallen in Burn-out und Depression. Andere haben stärkere Ressourcen, um Krisen zu überstehen: Diese innere Widerstandskraft nennt man in der Psychologie „Resilienz“ – und sie ist ebenso wie physische Fitness trainierbar.

Das Wort „Resilienz“ stammt wie „Stress“ aus der Werkstoffkunde. Resilient ist, was sich unter einer Belastung zwar verformt, aber nach dieser Belastung seine ursprüngliche Form wieder annimmt. Im Kontext asiatischer Philosophie kann man den Bambus als resilient bezeichnen – er ist sowohl hart wie biegsam und er biegt sich im Sturm, bricht aber nicht.

Eine hohere Resilienz bei Menschen bedeutet analog zum Bambus eigentlich ein starkes inneres Immunsystem – manchmal schwächelt der Organismus unterm dem Ansturm feindlicher Eindringlinge, aber er kommt wieder auf die Beine und zeigt sich letztlich gestärkt. Die eigene Resilienz zu fördern, hat also etwas mit präventivem Training zu tun, gerade bei Depression und „Burn-Out“: Man sollte die Ressourcenstärkung schon und gerade bei leichten Beschwerden vornehmen, um damit der Verschlimmerung vorzubeugen.

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