Was ist Qigong? [Teil II]

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Um Qigong bzw. die chinesische Medizin zu verstehen, muss man sich ein wenig mit den Grundlagen des Daoismus vertraut machen – viele Leute kennen ja Begriff und Symbol von Yin & Yang, die man am besten jenseits esoterischen Mumpitzes als Kraftfelder verstehen kann, die keineswegs Gegensätze darstellen, sondern Spannungspole eines Energiepotenzials, durch deren Wechsel Leben entsteht.

Das Dao gilt in diesem Kontext als Urkraft des Universums. Es wirkt nicht durch starre Gesetze, sondern durch permanente Wandlung und Veränderung in den Zyklen der Jahreszeiten Tag und Nacht, Leben und Tod, dem Auf und Ab der Herzschläge, dem Ein und Aus des Atems, der Plus- und Minus-Pole in der Elektrizität (Hallo Autofahrer: Ihr habt so ein Yin- & Yang-Ding mit fließender Energie an Bord eures Kraftfahrzeuges!). Man sieht: Gar nicht esoterisch abgefahren, sondern durchaus im Einklang mit westlich-rationaler Wissenschaft.

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Was ist Qigong? [Teil I]

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Die chinesische Medizin besteht nicht nur aus der Akupunktur, sondern auch aus vier weiteren Pfeilern: Der Tui-Na-Massage, der Kräuter-Heilkunde, der 5-Elemente-Ernährung und dem Qigong. Als umfassendes, prophylaktisch verstandenes System dient es der proaktiven Pflege von Gesundheit und Vitalität; Krankheit entsteht in diesem Kontext erst dadurch, dass man seine Gesundheit nicht ausreichend gepflegt, sogar eine Reihe von Fehlern in der Lebensführung begangen hat.

Qigong kann man als eine Sammlung von Methoden zu Konzentration, Geistlenkung, Sensibilisierung und Energiesteigerung verstehen. Es steht als Übung für sich alleine, historisch betrachtet hat es sich im Kontext der altchinesischen Kampfkünste entwickelt. Und wohlverstandene Kampfkünste sind seit jeher Lebenskünste, um mit Schwierigkeiten aller Art umgehen zu lernen – heutzutage, in Zeiten, in denen das Wort „Resilienz“ in aller Munde ist, um den Herausforderungen der Polykrise begegnen zu können, zeigt sich die Wahrheit dieses Satzes.

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Chinesische Medizin ist nicht so traditionell

Chi Schriftzeichen
Die unterschiedliche Schreibweise „Chi“ bzw. „Qi“ liegt an der verwendeten Umschrift – siehe Wikipedia.

Nach der Auffassung der Chinesischen Medizin steht der Mensch aufrecht zwischen Himmel und Erde und gilt als gesund, wenn das Zang Fu-Organsystem reibungslos funktioniert, der Shen (spiritueller Geist) und das Qi (Lebensenergie) in ausreichendem Maße vorhanden sind und frei fließen können. Das bedeutet: Wenn eines dieser Systeme in eine Dysbalance kommt, wird der Mensch krank.

Chinesische Medizin in ihrer Struktur, wie sie von alters her besteht, sieht den Menschen und den Kosmos als Ganzes und bewertet tatsächlich bestehende Symptome anders als die so genannte Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), die in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts aus dem Wunsch entstand, möglichst kompatibel mit der Schulmedizin des Westens zu sein.

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Der Akupunktur eine Chance geben

hands inserting needles on the person s back

Vor Jahren behandelte bekannte japanische Akupunkteurin Kiiko Matsumoto eine Patientin, die zwei Jahre zuvor von einer heftigen Meereswelle am Kopf getroffen worden war und dadurch jegliches Gefühl in der linken Seite ihres Körpers verloren hatte. Als Kiiko die Patientin mit Nadeln und Akupressur behandelte, so berichtete die Patientin später mit Tränen in den Augen, spürte sie ihre Arme und Hände wieder.

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Achtsamkeit erklärt – in zehn Minuten

Mehr muss man eigentlich nicht sagen: In diesem zehnminütigen Video erklärt Andi Puddycombe, ein früherer Mönch, Achtsamkeit und Meditation mit Hilfe von drei Jonglierbällen (in englischer Sprache):

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Verantwortung für die eigene Gesundheit

Akupunkturbehandlung
Akupunkturbehandlung

Laut WHO (World Health Organisation) bedeutet Gesundheit nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern auch das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden. Gesundheit ist für die meisten von uns selbstverständlich, und wenn wir krank sind, gehen wir halt zum Arzt – der wird es dann schon wieder richten. Damit geben wir die Verantwortung für unsere Gesundheit sozusagen ab und haben zum Teil sogar das Gefühl, gar nicht Einfluss darauf nehmen zu können.

Wir schieben die Verantwortung an das Gesundheitssystem ab. Schließlich bezahlen wir, also soll es uns auch heilen.

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