
Um Qigong bzw. die chinesische Medizin zu verstehen, muss man sich ein wenig mit den Grundlagen des Daoismus vertraut machen – viele Leute kennen ja Begriff und Symbol von Yin & Yang, die man am besten jenseits esoterischen Mumpitzes als Kraftfelder verstehen kann, die keineswegs Gegensätze darstellen, sondern Spannungspole eines Energiepotenzials, durch deren Wechsel Leben entsteht.
Das Dao gilt in diesem Kontext als Urkraft des Universums. Es wirkt nicht durch starre Gesetze, sondern durch permanente Wandlung und Veränderung in den Zyklen der Jahreszeiten Tag und Nacht, Leben und Tod, dem Auf und Ab der Herzschläge, dem Ein und Aus des Atems, der Plus- und Minus-Pole in der Elektrizität (Hallo Autofahrer: Ihr habt so ein Yin- & Yang-Ding mit fließender Energie an Bord eures Kraftfahrzeuges!). Man sieht: Gar nicht esoterisch abgefahren, sondern durchaus im Einklang mit westlich-rationaler Wissenschaft.



