
Die chinesische Medizin besteht nicht nur aus der Akupunktur, sondern auch aus vier weiteren Pfeilern: Der Tui-Na-Massage, der Kräuter-Heilkunde, der 5-Elemente-Ernährung und dem Qigong. Als umfassendes, prophylaktisch verstandenes System dient es der proaktiven Pflege von Gesundheit und Vitalität; Krankheit entsteht in diesem Kontext erst dadurch, dass man seine Gesundheit nicht ausreichend gepflegt, sogar eine Reihe von Fehlern in der Lebensführung begangen hat.
Qigong kann man als eine Sammlung von Methoden zu Konzentration, Geistlenkung, Sensibilisierung und Energiesteigerung verstehen. Es steht als Übung für sich alleine, historisch betrachtet hat es sich im Kontext der altchinesischen Kampfkünste entwickelt. Und wohlverstandene Kampfkünste sind seit jeher Lebenskünste, um mit Schwierigkeiten aller Art umgehen zu lernen – heutzutage, in Zeiten, in denen das Wort „Resilienz“ in aller Munde ist, um den Herausforderungen der Polykrise begegnen zu können, zeigt sich die Wahrheit dieses Satzes.



