
Nach der Auffassung der Chinesischen Medizin steht der Mensch aufrecht zwischen Himmel und Erde und gilt als gesund, wenn das Zang Fu-Organsystem reibungslos funktioniert, der Shen (spiritueller Geist) und das Qi (Lebensenergie) in ausreichendem Maße vorhanden sind und frei fließen können. Das bedeutet: Wenn eines dieser Systeme in eine Dysbalance kommt, wird der Mensch krank.
Chinesische Medizin in ihrer Struktur, wie sie von alters her besteht, sieht den Menschen und den Kosmos als Ganzes und bewertet tatsächlich bestehende Symptome anders als die so genannte Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), die in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts aus dem Wunsch entstand, möglichst kompatibel mit der Schulmedizin des Westens zu sein.



In der chinesischen Medizin hört man oft den Begriff „Shen“. Mit Shen ist die individuelle, psychisch-mentale und körperliche Präsenz des Menschen gemeint. Wir alle kennen Menschen mit beeindruckender Ausstrahlung oder andere, die man als „Mauerblümchen“ kaum wahrnimmt. Ein Mensch mit einem gesunden Shen hat einen klaren Verstand, einen klaren Blick, eine aufrechte innere und äußere Haltung sowie eine kräftige Stimme, Körper und Psyche sind gesund, stabil und kräftig.